AKTUELLES


Zum 50. Todestag von Paul Celan

23. November 1920 (Czernowitz) – 20. April 1970 (Paris)


Auf dem Poesietelefon (061 721 02 05) waren ab dem 20. April 2020 zwei Gedichte von Paul Celan im Originalton zu hören: "Todesfuge" und "Engführung" // Hier zum Nachhören im Audio-Archiv.

 

Zudem sei auf die Sendung Paul Celan und die "grauere Sprache" von Helmut Böttiger verwiesen, in der Reihe SWR2 Wissen, in der eine kompakte und sehr informative Einführung in Leben und Werk des Dichters gegeben wird. (Ausstrahlung am 16.04.2020, zum Nachhören als Podcast oder direkt hier.)

 

Ebenfalls empfehlenswert ist das im März 2020 erschienene Buch

Die Todesfuge – Biografie eines Gedichts von Thomas Sparr:

Kein anderes Gedicht hat nach 1945 solche Berühmtheit erlangt wie Paul Celans «Todesfuge». Entstanden unter dem unmittelbaren Eindruck der Ermordung Celans Eltern durch die
Nationalsozialisten, gilt es als eines der frühesten literarischen Zeugnisse im Angesicht der
Shoah. Thomas Sparr zeichnet die Geschichte dieses Gedichts nach, das wie kein zweites
deutschsprachiges Werk in der Nachkriegszeit eine ganze Epoche ins Bild setzt und eine
enorme, bis heute andauernde internationale Wirkungsgeschichte entfaltet.

»Sparr umgibt das Gedicht mit neuen Perspektiven, ohne ihm durch germanistische Analyse seine Kraft zu nehmen. Er erzählt ein Stück Weltliteratur biografisch und persönlich. Eine imminent wichtige Arbeit, denn die Bilder der ›Todesfuge‹ werden auch kommende Generationen beschäftigen.«

(SWR2, 10.03.2020)

 

Weitere Informationen zum Buch gibt es hier.

 

Eine Dokumentation aller Gedichte, die auf dem Poesietelefon bisher zu hören waren, finden Sie hier und einige der Texte werden auch im Online-Archiv zum Nachhören zur Verfügung gestellt. Haben Sie einen Gedichtwunsch für sich oder für jemand anderes? Schreiben Sie eine E-Mail an: info@tagderpoesie.ch


Call a Poem! 061 721 02 05


Aktion zum UNESCO Welttag der Poesie 2020

21 Kurz-Lesungen kuratiert von Johanna Gerber.


 

www.neuestheater.ch

 

Der Welttag der Poesie wurde erstmals im Jahr 2000 ausgerufen und steht für Frieden, aber auch gegen den Bedeutungsverlust der Poesie. Die Poesie im Zeitalter von Krieg und Klimawandel. Sie nimmt im kulturellen und gesellschaftlichen Leben einen wichtigen Platz ein, da sie den Menschen an die Vielfalt des Kulturguts Sprache erinnert und den kulturellen Austausch fördert. Der Tag steht unter der Schirmherrschaft der UNESCO und den vereinten Nationen.

 

Geplant waren am 21. März 2020 Lesungen im Foyer des Neuen Theaters in Dornach.

Aus aktuellem Anlass hat die Kuratorin sich zusammen mit den Autorinnen und Autoren für einen neuen Weg entschieden: Alle Beteiligten haben eine Kurzlesung auf Video aufgenommen und eingeschickt – entstanden ist dieser Film (unten).

So findet ein kleiner "Poesietag" nach freier Wahl bei Ihnen zu Hause statt – auf dem Balkon, im Garten, im Wohnzimmer – heute oder auch in den kommenden Wochen... Eine Auflistung der Mitwirkenden mit direkten Links zu den jeweiligen Beiträgen finden Sie hier.


Dezember 2019: Poesietelefon-Adventskalender

Rilke, Sonette an Orpheus, Teil I vom 1.–26. Dezember 2019.

Im Audio-Archiv stehen alle Gedichte zum Nachhören bereit.


Die Laufzeit der Poesie-Hotline (9 Stimmen, 9 Wochen) endete am 09.11.2019.

Die einzelnen Beiträge der Kritikerinnen und Kritiker des SRF-Literaturclub stehen weiterhin im Audio-Archiv zur Verfügung. Das Begleitheft zur Poesie-Hotline kann nach wie vor kostenlos auf Anfrage bestellt werden. Schreiben Sie an info@tagderpoesie.ch und teilen Sie uns die Versandadresse sowie die gewünschte Anzahl Exemplare mit.

Wir feiern 5 Jahre Poesietelefon! #dänkdralütah

 

Seit September 2019 hat Basel eine öffentliche Poesietelefonkabine!

 

Im Zusammenhang mit dem 8. Tag der Poesie 2019 und der temporären Erweiterung des Poesietelefons zu einer Poesie-Hotline wurde eine alte, rot angestrichene PTT-Kabine zu einer Poesietelefonkabine umfunktioniert.

 

Sie stammt aus der Gründungszeit des ersten deutschsprachigen Poesietelefons, das Matthyas Jenny 1976 einrichtete und das 2014 von Alisha Stöcklin wiederbelebt wurde.

 

Die Poesie-Hotline kann von jedem beliebigen Telefon aus angerufen werden, aber in einer der letzten Telefonkabinen der Stadt den Hörer ans Ohr zu halten, nicht um ein Gespräch zu führen, sondern um Gedichten zu lauschen, ist ein ganz besonderes Erlebnis.

 

Die rote Telefonkabine steht bis auf Weiteres in Basel im Schmiedenhof neben der GGG Stadtbibliothek und ist während der Öffnungszeiten des Hofes zugänglich.

 

Aus dem SRF Archiv: Beitrag im "Monatsmagazin" vom 15. Februar 1978.

Bericht im Schweizer Fernsehen zum ersten deutschsprachigen Poesietelefon,

das in Basel von Matthyas Jenny initiiert und von 1976–1982 betrieben wurde.


Gedenkreihe: "Gegen das Vergessen"


Die Gedenkveranstaltungen würdigen das Schaffen verstorbener Basler und Baselbieter Dichterinnen und Dichter. Eine Anthologie "Gegen das Vergessen" ist geplant.

 

Kontakt und Auskunft bezüglich Gedenkveranstaltungen und Anthologie:

Matthyas Jenny, mjenny@vtxmail.ch

 

 


 

Nicht nachlassen, nie,

weil alles nachlässt –

So viel Gelb in der Luft,

Gerede geduckt im Gestank.

 

Wir wollen Grün sprechen

wie der Baum, der Busch,

das Gras, einfach und

immer wiederkommend,

Jahr für Jahr.

 

Rainer Brambach (1917–1983)