Jürg Federspiel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

© Yvonne Böhler

 

 

Jürg Federspiel ist am 28.06.1931 in Kempthal (Kanton Zürich) geboren und wuchs in Davos und Basel auf. Als Reporter und Filmkritiker war er ab 1951 für verschiedene Schweizer Zeitungen tätig, bereiste Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Irland und lebte für längere Zeit in New York.

Zuletzt lebte er abwechselnd in NY und Basel. 

 

Sein Werk umfasst über 20 Bücher - Romane, Erzählungen, Hörspiele, Dramen und Reportagen. Zu einem Welterfolg wurde sein Roman Die Ballade von der Typhoid Mary, in dem er die Geschichte des Mädchens Mary Mallon erzählt, die - selbst immun - mit dem Typhuserreger nach New York emigiriert.

 

Federspiel litt über Jahre schwerwiegend unter Diabetes und der Parkinson-Krankheit. Anfang Februar 2007 wurde Jörg Federspiel in einem Stauwehr nahe bei Weil am Rhein tot aufgefunden, nachdem er seit dem 12. Januar 2007 vermisst wurde - Verdacht auf Suizid.

Preise und Ehrungen (Auswahl)

 

1962: Preis der Schweizerischen Schillerstiftung
1962: Preis des Kulturkreises im Bundesverband der Deutschen Industrie
1965: Georg-Mackensen-Literaturpreis
1969: Conrad-Ferdinand-Meyer-Preis
1970: Preis der Schweizerischen Schillerstiftung
1986: Schillerpreis der Zürcher Kantonalbank
1988: Literaturpreis der Stadt Basel
2000: Ehrengabe der Stadt Zürich

 

Bibliographie (Auswahl)

  • Orangen und Tode. München, 1961.
  • Massaker im Mond. München, 1963.
  • Der Mann, der Glück brachte. München, 1966.
  • mit Rainer Brambach: Marco Polos Koffer. Zürich, 1968.
  • Museum des Hasses. Tage in Manhattan. München, 1969.
  • Belfridge oder Das Eigentor. Frankfurt am Main, 1971.
  • Die Märchentante. München, 1971.
  • Träume aus Plastic. Zürich u.a., 1972.
  • Paratuga kehrt zurück. Darmstadt u.a., 1973.
  • Orangen vor ihrem Fenster. Berlin, 1977.
  • Brüderlichkeit. Bühnenmanuskript. Frankfurt am Main, 1978.
  • Die beste Stadt für Blinde und andere Berichte. Zürich u.a., 1980
  • Die Ballade von der Typhoid Mary. Frankfurt am Main, 1982
  • Wahn und Müll. Zürich, 1983
  • Die Liebe ist eine Himmelsmacht. Frankfurt am Main, 1985.
  • Kilroy. Frauenfeld, 1988
  • Geographie der Lust. Frankfurt am Main, 1989
  • Eine Halbtagsstelle in Pompeji. Frankfurt am Main, 1993
  • Melancolia Americana. Zürich, 1994.
  • Plötzlich. Frauenfeld, 1994
  • Im Innern der Erde wütet das Nichts. Frauenfeld, 2000
  • Mond ohne Zeiger. Frauenfeld, 2001

 

Link

Hommage an Jürg Federspiel: Kulturplatz SRF vom 28. Februar 2007

 

 

Gedichtplakat und Poesiekarte, Tag der Poesie 2012: "Die Stimme"

Gedichtplakat und Poesiekarte, Tag der Poesie 2013: "Hinterlass ein Zeichen"

 

Gedichtplakat, Tag der Poesie 2016: "Hinterlass ein Zeichen"

Gedenkweg Basler DichterInnen, Tag der Poesie 2016